Die Milch macht’s

Glückliche Kühe, vereint mit ihren Kälbern, auf saftig grünen Wiesen – welche die so rein erscheinende, weisse Milch spenden und dazu ein Hinweis, man sollte täglich viel Milch trinken – da sie gesund ist und stark macht.

Immer wieder wird so für Milch geworben. Wer beispielsweise nach ‚Schweizer Milch‘ oder ‚Die Milch macht’s‘ im Internet sucht wird schnell fündig. Ich gehe aber davon aus, dass oben erwähntes Beispiel und ähnliche Szenarien den meisten bekannt sind. Letztes Jahr wurde in einer grösseren Stadt Werbung für Milch gemacht, am sogenannten ‚Tag der Milch‘ – wovon ich zu jenem Zeitpunkt noch nichts wusste. Schon von weitem sah ich eine grössere Menschenmasse und Gitterabsperrungen hinter welcher sich wohl Tiere befanden. Dem war auch wirklich so: ein paar Tage alte Kälbchen waren auf engstem Raum inmitten der Menschen, mit verängstigten Blicken, ohne ihre Mütter, mit zu wenig Ausweichmöglichkeiten und zu viel Lärm ausgesetzt. Ich glaube ich muss nicht weiter ins Detail gehen, da meiner Ansicht nach klar sein sollte, dass so etwas, gerade für so junge Tiere viel zu viel Stress darstellt. Mir jedenfalls genügte ein Blick in ihre Augen.

Ich frage mich gerade wie vielen Menschen wohl überhaupt bewusst ist, dass eine Kuh nicht einfach so Milch gibt, sondern nur, wenn sie ein Junges geboren hat – also genau gleich wie bei uns Menschen. Bei jenem Stand hatte ich jedenfalls nicht das Gefühl, dass die Leute begriffen hätten, was sie gerade trinken und vor allem – dass sie es den ‚ach so süssen‘ Kälbchen wegtrinken, welchen es eigentlich zustehen würde. Das genau jene Jungtiere der Mutter entrissen wurden, sie diese nie wieder sehen würden und sie in ein paar Wochen als Kalbsfleisch – als Ware – wieder aus dem Schlachthof heraus kommen würden. Diese süssen Kälbchen, die man nun bei solch einer Gelegenheit natürlich gerne streichelt und sich kaum einkriegen kann – vor allem die Kinder mit ihren funkelnden Augen. Würde man diesen anschliessend beim Mittagessen klarmachen, dass sie jene Tiere als Kalbsbratwurst auf dem Teller haben – ich muss kaum offen erahnen bzw. erwähnen wie so ein Kind dann reagieren würde.

Aber es war ja schon immer so und man braucht Fleisch und Milch, damit man gesund und stark bleibt. Besonders die Kinder! Also wieso nicht einfach weitermachen wie bisher!? Was die Masse tut kann ja kaum falsch sein. Oder etwa doch?

Quelle: soylent-network.com
Quelle: soylent-network.com

Die Wahrheit sieht ganz anders aus, nur schon aus Sicht der Kühe – aus Sicht der Opfer, stellt die Milch ein ‚Lebensmittel‘ dar welches in Bezug auf unser Konsumverhalten untragbar ist. Diese so rein erscheinende weisse Milch ist ein Produkt des Leids und der Ausbeutung. Was diese Tiere dafür erdulden müssen ist durch nichts zu rechtfertigen. Ein jeder der Milch konsumiert muss auch wissen wie diese hergestellt wird und was sie den Kühen alles abverlangt.

Eitrige Euter, kaum Platz um sich zu bewegen auf harten Spaltenböden voller Kot, Knochen die schmerzen und gar brechen, Zwangsbefruchtung…um nur ein paar Beispiele zu nennen. Das folgende Video stellt keine Ausnahme dar und ist leider bittere Realität für zig tausende fühlende Lebewesen.

Ja, die Milch macht’s!

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