Macht vegane Ernährung glücklich…?

Aufgrund dem sehr einseitigen und negativen Bericht der BaZ – zum Artikel, habe ich der Redaktion meine Meinung zukommen lassen. Ich erhielt rasch eine Antwort und es wurde mir angeboten, meine Zeilen als Einspruch zu drucken. Nun, es ist einige Zeit vergangen und ich habe – trotz meiner Einwilligung – nichts mehr von der BaZ gehört. Somit möchte ich diese Zeilen hier veröffentlichen.

Sehr geehrte BAZ-Redaktion

Heute las ich den Artikel von Denise Dollinger: „Macht vegane Ernährung glücklich“ und ich bin sehr enttäuscht ab den einseitigen Aussagen welche ich darin vorgefunden habe – die vegane Lebensweise hat nämlich einiges mehr zu bieten als das, was dieser Bericht übermittelt und da spreche ich aus eigener Erfahrung.

Ich lebe inzwischen seit 5 1/2 Jahren strikt vegan und habe diesen Entschluss keinen einzigen Tag bereut. Warum? Weil ich eben gerade durch die vegane Lebensweise enorm viele neue Produkte entdeckt habe, weil ich dadurch Freude am kochen erlangte und weil ich seither mit einem besseren Gewissen durchs Leben schreite.

In Anbetracht der schlimmen Fakten, wie die ‚Nutztiere‘ auch hierzulande gehalten werden (siehe zB. www.schweine-report.ch, www.tiere-essen.ch) und welche Qualen sie erleiden müssen, war dies für mich – nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema – ein logischer Schritt.

Und auch ich ass sehr gerne Fleisch oder Käse, habe diese Produkte aber seither dennoch nie vermisst. Zum einen gibt es etliche sehr gute Alternativen (weitaus mehr als Tofu) und zum anderen ist mir der Appetit reichlich vergangen. Ich möchte nicht, dass wegen meinem Konsumverhalten Kälbchen kurz nach der Geburt der Mutter entrissen werden, jene immer und immer wieder zwangsbefruchtet wird, bis sie dann so schwach ist, dass sie kaum noch auf eigenen Beinen stehen kann und im Alter von maximal 6 Jahren geschlachtet wird. Ich möchte auch nicht, dass alle männlichen Küken direkt nach ihrer Geburt vergast oder bei lebendigem Leibe zerschreddert werden. Es gibt noch einige Gründe mehr aber ich bin der Ansicht, dass es hierbei um Respekt geht. Respekt vor allem Leben.

Dann zum Thema Gesundheit: ich erachte es als einen Witz, wenn man meint nach 2 Wochen ohne tierische Produkte irgendwas im Blut feststellen zu können. Meine Blutwerte sind nach all diesen Jahren mit rein pflanzlicher Ernährung jedenfalls im grünen Bereich und ich fühle mich gesund. Wer jedoch schon mit einer Abwehrhaltung an so etwas herangeht, kann eigentlich nur verlieren.

Wer dauernd denkt, ihm werde was verboten und wer dann vielleicht sogar noch die Ansicht vertritt, man werde nach wenigen Tagen ohne Fleisch oder Milch gleich krank oder schwach, kann sich unmöglich gut fühlen. Aber dies liegt nicht am Veganismus sondern viel eher an der Herangehensweise der Person die solch ein ‚Experiment‘ wagt – es geht also nur um psychologisch begründbare Vorgänge.

Im übrigen ist der stärkste Mann Deutschlands – Patrik Baboumian – veganer und er ist weitaus nicht der einzige Spitzensportler der auf tierische Produkte verzichtet.

Aus welchen Gründen auch immer man sich entschliesst vegan zu leben – man tut es aus eigener Überzeugung und dies gibt einem ein gutes Gefühl. Was hingegen weniger gute Gefühle auslöst sind solche Artikel, welche den Veganismus in ein einseitig beleuchtetes Licht stellen und nicht einmal darauf eingehen warum sich manche Menschen dazu entscheiden keine tierischen Produkte mehr zu sich zu nehmen. Nein, solche Artikel ziehen den Veganismus ins lächerliche, in ein Extrem das es nunmal nicht ist.

Ich hoffe in Zukunft besser fundierte Artikel in der BAZ zu lesen und Grüsse Sie freundlich

Eve H.

 

Ein Gedanke zu “Macht vegane Ernährung glücklich…?

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